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Klein aber oho: Heidelbeeren

Hamburg: Heidelbeeren müssen in einen Obstkorb

Heidelbeeren in Hamburg

Heidelbeeren - auch Blaubeeren genannt - gehören zu den am weitesten verbreiteten einheimischen Obstsorten. Je nach Region reifen die Früchte bereits ab Ende Juni und können in kühleren Regionen bis Anfang September zu finden sein. Vor allem in wärmeren Regionen, wie in Hamburg, ist die Reifezeit etwas früher im Jahr. Nicht nur die Reifezeit der blau bereiften Beeren unterscheidet sich regional, sondern auch ihr Name. Besonders weit verbreitet ist die Bezeichnung als Blaubeere, jedoch kommen auch Bezeichnungen wie Schwarzbeere, Zeckbeere, Bickbeere und Heubeere regional vor. Die maximal rund einen halben Meter hohen Sträucher wachsen bevorzugt in nicht zu schattigen, feuchten Kiefernwäldern und Fichtenwäldern, sowie in Moorlandschaften und Heiden.

Kulturheidelbeeren sind nicht Heidelbeeren

Auch wenn die einheimische Heidelbeere, die auch auf manchen Hamburger Feldern wächst, wissenschaftlich Vaccinium myrtillus genannt, weit verbreitet ist und nicht nur in Deutschland, sondern in den nördlichen Gebieten in ganz Eurasien vorkommt, ist sie nur bedingt dazu geeignet in größerem Maßstab genutzt zu werden. Die Pflanzen sind empfindlich gegenüber Luftverschmutzung. Sie gehen eine Symbiose mit einem Mykorrhiza Pilz ein, welcher durch sein viel feineres Geflecht die besser Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen kann und sie an die Wurzeln leitet. Dieser Pilz ist jedoch besonders gegenüber schwefelhaltigen Abgasen empfindlich, sodass eine Schädigung des Pilzes das Wachstum der Heidelbeerpflanzen hemmt. In Nordamerika gibt es jedoch eine weitere Art, wissenschaftlich Vaccinium corymbosum genannt. Diese Art der Heidelbeere ist weniger empfindlich, wodurch sie sich besser für den Anbau eignet. Auch sind viele Sorten für den eigenen Garten Züchtungen der Amerikanischen Heidelbeere und werden in Deutschland als Kulturheidelbeeren angeboten. Leider hat dies jedoch zwei Nachteile. Einerseits hat sich die Art in einigen Gebieten Deutschlands bereits wild ausgebreitet, wodurch die Gefahr besteht, dass sie unsere einheimische Art langsam verdrängt und irgendwann zu ihrem Aussterben beitragen könnte. Andererseits ist die Amerikanische Heidelbeere nicht ganz so reich an gesunden Inhaltsstoffen. Lediglich der Zuckergehalt ist bei der amerikanischen Art rund doppelt so hoch, sodass sie besser schmeckt. Wie auch immer: sie ist für jeden Beerenkorb ideal, z.B. auch gut kombinierbar mit Himbeeren

in der Obstkiste: Heidelbeeren sind sehr lecker

Die Heidelbeere - (k)ein Superfood?

In den letzten Jahren hat sich die Bezeichnung Superfood für Lebensmittel durchgesetzt, welche angeblich besonders gesund und anderen Lebensmitteln gegenüber überlegen sein sollen. Die Heidelbeere ist in der Tat sehr gesund. Sie hat nur 42 kcal pro 100 Gramm, davon 0,6 g Proteine, 7,4 g Kohlenhydrate, 0,4 g ungesättigte Fette und 4,9 g an Ballaststoffen. Sie ist sehr reich an den Vitaminen A, C und E, den B-Vitaminen B6 und B9 sowie den Mineralien Calcium, Kalium, Eisen, Natrium, Magnesium, Phosphor und Zink. Eine Tatsache ist, dass andere Obstsorten mit der Heidelbeere konkurrieren können. Dies bedeutet nicht, dass die Beeren nicht gesund sind, jedoch ist die Bezeichnung als Superfood lediglich eine Werbestrategie, welche die Verkaufszahlen steigern soll. Von allen Inhaltsstoffen von rötlichen und bläulichen Obstsorten werden jedoch Anthocyane besonders hervorgehoben. Die Stoffe sind tatsächlich sehr gesund, haben eine antioxidative Wirkung und viele weitere positive Eigenschaften. Die Heidelbeere enthält rund 200 - 600 mg davon pro Kilogramm. Was jedoch unterschlagen wird ist, dass bei der Verdauung nur 1 % davon aufgenommen wird, was nicht ausreicht um eine nennenswerte Wirkung im Körper zu entfalten.


Blaubeeren gibt es in der Obstkiste, je nach Saison, oft kombiniert mit anderen leckeren Beeren!

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